Loslassen

Lies: 1.Mose 12,1-9

Der HERR sagte zu Abram: „Geh fort … und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (V.1)

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Bist du schon einmal auf einem Tandem gefahren? Diese Fahrräder haben zwei Sättel, einer hinter dem anderen, damit zwei Leute gemeinsam auf demselben Fahrrad fahren können. Ich habe es einmal ausprobiert. Ich saß allerdings hinten. Ich realisierte sehr schnell, dass meine Sicht als hinterer Fahrer auf den Straßenverlauf durch die andere Person verdeckt war. Außerdem war mein Lenker unbeweglich. So hatte er keinerlei Auswirkung auf die Lenkung unseres Fahrrads. Nur der vordere Lenker konnte uns steuern. Meiner war nur für mich zum Festhalten da. Ich hatte nun die Wahl: Entweder ärgerte ich mich über den Mangel an Kontrolle oder ich konnte die Fahrt genießen und darauf vertrauen, dass die andere Person mich unterwegs sicher führte.

Als Gott Abraham aufforderte, seine Heimat und Familie zu verlassen, gab er ihm nicht viele Informationen, wo es hingehen sollte. Keine Anfahrtsbeschreibung per Navi. Keine Beschreibung des neuen Landes oder wie es dort sein würde. Noch nicht einmal eine Ahnung wie lange man bis dorthin brauchen würde. Gott gab einfach bloß den Auftrag in das Land zu gehen, das er ihm zeigen würde (V. 1). Abrahams Gehorsam gegenüber Gott, auch wenn er die Details, die sich die meisten von wünschten, nicht hatte, wird ihm als Glaube angerechnet (Hebräer 11,8).

Wenn wir feststellen, dass wir in unserem Leben mit Zweifeln oder Kontrollverlust zu kämpfen haben, dann sollten wir an Abraham als Vorbild denken, wie er Gott folgte und ihm vertraute. Gott wird uns gut führen.

So kannst du beten:

Vater, hilf mir, dir Zweifel und Angst vor Kontrollverlust in meinem Leben anzuvertrauen.

Gott sieht immer den vor uns liegenden Weg – selbst wenn wir es nicht können.

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