Niemand mag mich

Lies: Psalm 142,1-7

Nirgendwo will man etwas von mir wissen. Ich finde keine Hilfe mehr, und keiner kümmert sich um mich. (V.5)

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Immer dann, wenn ich mich einsam fühlte oder voller Selbstmitleid war, half mir meine Mutter, zu erkennen, dass ich viele wertvolle Freundschaften hatte. Dennoch hat es nicht verhindert, dass ich durch Zeiten ging, in denen ich mich ausgeschlossen und alleine fühlte. Wenn ich mit einer Freundin Streit hatte oder ich bei einer Party zu der alle anderen gingen, nicht eingeladen war, hatte ich das Gefühl, dass sich niemand wirklich für mich interessierte.

Daran wurde ich wieder erinnert, als ich las, dass David ebenfalls eine Zeit erlebte, in der er das Gefühl hatte, dass ihn niemand mochte. Doch Davids Schmerz war alles andere als übertrieben. David hatte einen guten Grund, sich so abgeschnitten zu fühlen. Er schrieb Psalm 142 im Innern einer dunklen Höhle, in der er sich vor Saul, der ihn umbringen wollte, versteckte. David war als zukünftiger König von Israel ausgewählt worden (1. Samuel 16,13) und hatte Jahre als Diener von Saul verbracht. Doch jetzt lebte er aus ständiger Angst um sein Leben auf der Flucht. Inmitten seiner Einsamkeit schrie er zu Gott als seine „Zuflucht“ und sein „Teil im Land der Lebendigen“ (V. 5 SLT).

Wenn wir einsam sind, können wir so wie David zu Gott kommen und ihm in der Geborgenheit seiner Liebe erzählen, was wir empfinden. Gott ignoriert unsere Einsamkeit niemals. Er möchte unser Freund in den dunklen Höhlen unseres Lebens sein. Auch wenn wir meinen, dass uns niemand mag, er schon.

So kannst du beten:

Jesus, du bist mein Freund, auch wenn ich mich einsam fühle. Danke, dass du in den dunklen Höhlen des Lebens bei mir bist.

Gott ist immer da, um mit uns zu reden, selbst wenn es niemand sonst tut.

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