Wie lange?

Lies: Psalm 13

HERR, wie lange wirst du mich noch vergessen, wie lange hältst du dich vor mir verborgen? (V.2)

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In Alice im Wunderland fragt Alice: „Wie lange ist für immer?“ Der weiße Hase antwortet: „Manchmal nur eine Sekunde.“

So fühlte sich die Zeit an, als mein Bruder David plötzlich starb. Die Tage vor seiner Beerdigung zogen sich ewig hin und verstärkten den schmerzlichen Verlust und die Trauer, die wir empfanden. Jede Sekunde schien ewig zu dauern.

Ein anderer David fühlte etwas Ähnliches, als er sang: „HERR, wie lange wirst du mich noch vergessen, wie lange hältst du dich vor mir verborgen? Wie lange noch sollen Sorgen mich quälen, wie lange soll der Kummer Tag für Tag an mir nagen? Wie lange noch wird mein Feind über mir stehen?“ (Psalm 13,2-3). In nur zwei Versen fragt er Gott fünf Mal „Wie lange?“. Manchmal scheint es, als ob die Schwierigkeiten dieses Lebens nie enden würden.

Genauso wie König David können wir mit unseren Schwierigkeiten und Verlusten aufrichtig zu unserem Vater im Himmel kommen. Wir wissen, er wird uns nie verlassen oder im Stich lassen (Hebräer 13,5). Während er seinen Psalm schrieb, gingen Davids Worte von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit in Gewissheit über: „Ich aber vertraue auf deine Liebe und juble darüber, dass du mich retten wirst“ (Psalm 13,6).

In unseren scheinbar endlosen Momenten des Kampfes wird Gottes Liebe und Treue uns tragen. Wenn wir zu ihm kommen, können wir selbst in unseren dunkelsten Stunden Sicherheit und Frieden finden.

Gott ist unser Tröster.

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