Woher kommst du?

Lies: Richter 11,1-29

Da kam der Geist des HERRN über Jeftah. (V.29)

Lesen

„Woher kommst du?“ Manchmal stellen wir diese Frage, um andere besser kennenzulernen. Doch für viele von uns kann die richtige Antwort etwas kompliziert sein. Manchmal wollen wir nicht alle Details unserer Vergangenheit preisgeben.

Im Buch der Richter hätte Jeftah diese Frage wahrscheinlich überhaupt nicht beantworten wollen. Seine Halbbrüder hatten ihn wegen seines ‚fragwürdigen‘ Starts ins Leben aus seiner Heimatstadt Gilead gejagt. „Du bist der Sohn einer fremden Frau“, sagten sie (Richter 11,2). Es heißt dann sogar noch direkter: „Seine Mutter war eine Prostituierte“ (V.1).

Doch Jeftah war ein geborener Anführer und als ein anderer Stamm einen Kampf mit Gilead anzettelte, wollten ihn die Leute, die ihn fortgejagt hatten, plötzlich wieder zurück. „Du sollst unser Oberbefehlshaber sein!“, sagten sie (V.6 NLB). Jeftah fragte: „Habt ihr mich nicht gehasst und aus dem Haus meines Vaters vertrieben?“ (V.7 NLB). Nachdem sie versprochen hatten, dass jetzt alles anders wäre, willigte er ein, sie anzuführen. Die Bibel sagt uns, dass „der Geist des HERRN über Jeftah [kam]“ (V.29). Durch sein Vertrauen in Gott führte er sie zu einem großartigen Sieg. Im Neuen Testament wird er sogar unter den Glaubenshelden aufgelistet (Hebräer 11,32).

Gott scheint oft die ungewöhnlichsten Menschen auszusuchen, um seine Arbeit zu tun! Es ist ganz egal woher wir kommen, wie wir hierherkamen oder was wir getan haben. Was zählt ist, dass wir ihm vertrauen und dass wir uns auf seine Liebe und seine Führung verlassen.

Wofür ich dankbar bin:

Vater, es ist gut zu wissen, dass du uns nicht auf Basis unserer Herkunft oder aufgrund dessen, was wir getan haben, beurteilst.

Aber viele von den Ersten werden Letzte und Letzte werden Erste sein. Matthäus 19,30

SHARE:

Teile es mit Deinen Freunden auf:

URL kopiert