Vorläufiger Abschied

Lies: 1.Thessalonicher 4,13-18

Ihr sollt nicht so trauern müssen wie die Menschen, denen die Hoffnung auf das ewige Leben fehlt. (V.13)

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Meine Freundin Sophie und ich haben ein ‚Ritual‘, das wir durchziehen, wenn wir uns voneinander verabschieden. Wir umarmen uns und für ungefähr zwanzig Sekunden heulen wir laut mit dramatischem Schluchzen. Dann lassen wir uns los, sagen ganz lässig „Bis bald“ und drehen uns weg. Es ist natürlich bloß ein Witz – wir gehen jedes Mal davon aus, dass wir uns bald wiedersehen werden.

Manchmal kann der Abschied von Menschen, die uns wichtig sind, aber sehr schwerfallen. Als Paulus sich von den Gemeindeleitern in Ephesus verabschiedete „küssten und umarmten [sie] Paulus zum Abschied. Viele weinten laut, vor allem deshalb, weil er ihnen gesagt hatte, sie würden ihn nicht wiedersehen“ (Apostelgeschichte 20,37-38).

Der schwerste Abschied kommt natürlich, wenn wir durch den Tod von jemandem getrennt werden. Wir weinen. Wir fühlen uns leer. Wie können wir noch durchs Leben gehen, wenn wir wissen, dass wir diesen Menschen nie wiedersehen werden?

Trotzdem… wir trauern nicht so wie die Menschen, die keine Hoffnung haben. Paulus schreibt von einem großen, zukünftigen Wiedersehen. Die, die „glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist“ (1. Thessalonicher 4,14) werden sich alle wiedersehen. Er sagt: „Auf den Befehl Gottes werden die Stimme des höchsten Engels und der Schall der Posaune ertönen und Christus, der Herr, wird vom Himmel herabkommen“ (V.16), und die, die schon gestorben sind, werden zusammen mit denen, die immer noch leben mit Jesus vereint werden. Was für ein Wiedersehen! Und – das Beste daran – wir werden für immer bei Jesus sein. Das ist die großartige Antwort auf unseren ganzen Abschied.

Im Himmel gibt es das beste Wiedersehen.

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