Schauen und schweigen

Lies: Lukas 23,44-49

Bleibt doch stehen und schaut mich an! Gibt es denn ein größeres Leid als meines? (Klagelieder 1,12)

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Wie oft denken wir darüber nach, dass Jesus am Kreuz starb? Ich erinnere mich an einen Referenten, der uns ermutigte, auf Jesus zu schauen und einfach zu schweigen. Es gibt wirklich nichts dazu zu sagen, wenn wir über die Liebe nachdenken, die Jesus uns am Kreuz beweist. Wenn wir in der Bibel von Jesu Tod lesen, können wir uns die Szene gut vorstellen, die dort beschrieben wird. Wir können das Kreuz und das Blut, die Nägel und den Schmerz fast förmlich vor uns sehen.

Diejenigen, „die zu dem Schauspiel der Kreuzigung gekommen waren …, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen nach Hause“ (Lukas 23,48 NeÜ), als Jesus seinen letzten Atemzug tat. Andere „standen da und beobachteten das Geschehen aus der Ferne“ (V.49). Sie sahen hin und waren still. Nur einer, ein Soldat, sprach und sagte: „Dieser Mann war wirklich unschuldig!“ (V.47).

Viele Lieder und Gedichte wurden geschrieben, um diese großartige Liebe zu beschreiben. Viele Jahre zuvor schrieb Jeremia über den Schmerz Jerusalems, nachdem es erobert und zerstört worden war. „Bedeutet das euch nichts, ihr alle, die ihr hier vorübergeht?“ (Klagelieder 1,12 SLT). Er forderte die Menschen auf, hinzuschauen und zu erkennen. Jeremia dachte, es gäbe kein größeres Leid als das von Jerusalem. Hat es aber schon einmal ein Leid gegeben, das mit dem Leid Jesu am Kreuz vergleichbar ist?

Auf unserem Weg kommen wir alle am Kreuz vorbei. Werden wir hinschauen und seine Liebe sehen? Erkennen wir, dass es die Liebe war, mit der er für unsere Sünde bezahlt hat? Wenn Worte nicht ausreichen, um Gottes Liebe zu beschreiben, dann nehmen wir uns doch Zeit, über Jesu Tod nachzudenken.

So kannst du beten:

Lieber Herr Jesus, wenn ich auf dein Kreuz schaue, finde ich keine Worte. Ich danke dir für deine Liebe.

Schau zum Kreuz und danke Jesus.

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