In Zelten leben

Lies: 1. Mose 12,4-9

Zwischen Bethel im Westen und Ai im Osten schlugen Abram und die Seinen ihre Zelte auf (V. 8).

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Ich wuchs in einer hügeligen Gegend mit vielen wunderschönen Seen auf und liebte es zu campen, denn so konnte ich alles, was Gott geschaffen hatte, wirklich bestmöglich genießen. Doch in einem zerschlissenen Zelt zu schlafen war nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, besonders wenn eine regnerische Nacht und ein undichtes Zelt zur Folge hatte, dass ich in einem klitschnassen Schlafsack aufwachte.

Ich wundere mich, wenn ich darüber nachdenke, dass einer der Helden in der Bibel hundert Jahre lang in Zelten lebte. Als er fünfundsiebzig Jahre alt war, bekam Abraham von Gott den Auftrag, sein Land zu verlassen, damit Gott aus ihm eine neue Nation machen konnte (1. Mose 12,1-2). Abraham gehorchte, denn er glaubte daran, dass Gott sein Versprechen wahrmachen würde. Und für den Rest seines Lebens, bis er mit 175 starb (1. Mose 25,7), wohnte er weit weg von seiner Heimat in Zelten.

Wir brauchen vielleicht nicht unser ganzes Leben lang so wie Abraham fern von unserer Heimat in Zelten zu leben. Doch solange wir in dieser Welt leben, ahnen wir, dass etwas fehlt. Das liegt daran, dass wir uns in unserem tiefsten Innern nach unserem wahren, ewig bestehenden Zuhause sehnen. Genau wie Abraham freuen wir uns auf die Stadt, die noch kommt „und deren Gründer und Erbauer Gott selbst ist“ (Hebräer 11,10). Genau wie Abraham dürfen wir gewiss sein, dass Gott daran arbeitet, uns sicher in seine Stadt zu bringen. Er bereitet eine „bessere Heimat“ vor, eine „Stadt im Himmel“, die noch kommen wird (Hebräer 11,16).

Wofür ich dankbar bin:

Vater, egal wo ich bin, du bist unsere Zuflucht. Wir wollen dir in den kleinen und großen Dingen vertrauen, denn wir wissen, dass du uns jeden Tag ein Stück näher nach Hause bringst.

Gott bringt uns nach Hause.

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