Immer da

Lies: Psalm 91

Wenn er zu mir ruft, erhöre ich ihn. Wenn er keinen Ausweg mehr weiß, bin ich bei ihm. Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen (V. 15).

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Als ihre Eltern sich scheiden ließen, bedeutete der juristische Streit um das Sorgerecht für Sam, dass sie für einige Monate in einem Kinderheim leben musste. Weil sie von größeren Kindern geärgert wurde, war sie einsam und hatte das Gefühl, dass es niemanden gab, an den sie sich wenden konnte. Ihre Mutter kam nur einmal im Monat zu Besuch und ihren Vater sah sie noch seltener. Erst Jahre später erzählte ihr ihre Mutter, dass sie nicht häufiger zu Besuch kommen konnte, weil die Hausordnung des Heims dies nicht erlaubte. Deshalb stand ihre Mutter jeden einzelnen Tag am Zaun des Heims, in der Hoffnung, einen Blick auf ihre Tochter erhaschen zu können. „Manchmal“, sagte sie, „beobachtete ich dich bloß beim Spielen im Garten, nur um zu sehen, ob es dir gut geht“.

Als Sam diese Geschichte erzählte, erinnerte sie mich an Gottes Liebe. Manchmal fühlen wir uns in unseren Herausforderungen vielleicht allein gelassen. Es verändert alles zu wissen, dass Gott tatsächlich die ganze Zeit über uns wacht (Psalm 33,18)! Er ist da, auch wenn wir ihn nicht sehen können. Wie bei einem liebevollen Elternteil sind seine Augen und seine Gedanken ständig auf uns gerichtet, egal wohin wir gehen.

Psalm 91 beschreibt, wie Gott seine Kinder rettet, beschützt und versorgt. Gott ist weitaus mehr als ein Ruheplatz und Zufluchtsort. Wenn wir schwierige Zeiten durchmachen, dürfen wir uns mit dem Wissen trösten, dass der allmächtige Gott über uns bei uns ist und über uns wacht. „[Ich] erhöre [dich]“, sagt er. „Wenn [du] keinen Ausweg mehr weißt, bin ich bei [dir]“ (V. 15).

Wofür ich dankbar bin:

Vater, danke, dass du immer aufmerksam über uns wachst.

Unser Vater im Himmel ist immer bei uns.

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