Sich Zeit nehmen

Lies: Lukas 19,1-10

Komm schnell herunter! Ich soll heute dein Gast sein! (V.5).

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Rima, eine Syrerin, die erst vor Kurzem her gezogen war, versuchte, mit Handbewegungen und begrenztem Deutsch zu erklären, warum sie so verärgert war. Tränen liefen ihr übers Gesicht, während sie einen Teller mit Fatayer (Fleisch-Käse-Spinatkuchen), den sie gemacht hatte, in der Hand hielt. Dann sagte sie: „Ein Mann“, und gab einen Zischlaut von sich, während sie von der Tür zum Wohnzimmer und wieder zurück zur Tür zeigte.

Ich bekam heraus, dass eine Gruppe von Leuten aus einer nahe gelegenen Gemeinde Rima und ihre Familie besuchen und Zeit mit ihnen verbringen wollte. Doch nur ein Mann war aufgekreuzt. Er war hereingeeilt, hatte ein paar Sachen vorbeigebracht und war wieder hinausgestürmt. Er war damit beschäftigt, etwas anderes zu erledigen. Doch Rima und ihre Familie waren einsam und wollten die Menschen kennenlernen und das teilen, was sie hatten.

Sich für Menschen Zeit zu nehmen, ist das, worum es bei Jesus ging. Er ging auf Partys, kümmerte sich um die Menschenmassen, die ihm folgten, und wollte, dass jeder Mensch, der mit ihm sprach, zu ihm kommt und ihn besser kennenlernt. Er lud sich sogar selbst zu einem Mann nach Hause ein. Zachäus, ein Steuereintreiber, kletterte auf einen Baum, nur um ihn zu sehen. Als Jesus aufblickte, sagte er: „Komm schnell herunter! Ich soll heute dein Gast sein!“ (Lukas 19,1-9). Und Zachäus‘ Leben wurde für immer verändert.

Egal, was gerade los ist oder wie beschäftigt wir sind, ist es wichtig, dass wir uns auch für die Bedürfnisse von anderen Zeit nehmen können. Wenn wir das tun, haben wir eine großartige Gelegenheit, Gott durch uns wirken zu sehen.

Denk darüber nach:

Hat jemand viel Zeit damit verbracht, dir zu helfen? Wie kannst du diese Woche jemand anderem Jesu Liebe zeigen?

Deine Zeit ist vielleicht das Beste, das du heute jemandem schenken kannst.

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