Brücken und Mauern

Lies: Johannes 4,4-26; 39-42

Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Jesus Christus seid ihr alle eins (Galater 3,28).

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In meinem Teil der Welt umgeben hohe Betonmauern unsere Städte und Stadtteile. Auf vielen dieser Mauern befindet sich elektrischer Stacheldraht. Warum? Um Einbrecher fernzuhalten.

Wo ich wohne, sind auch Stromausfälle ein Problem. Diese Stromausfälle haben zur Folge, dass die Klingeln an den Toren in der Mauer nicht mehr funktionieren. So kann es passieren, dass Besucher bei Stromausfällen in der sengenden Sonne oder bei strömendem Regen außerhalb der Mauer warten müssen. Doch welche Leute reinkommen dürfen, hängt davon ab, wer sie sind, selbst wenn die Klingeln funktionieren. Unsere Mauern sorgen für unsere Sicherheit. Aber sie können auch zu Mauern der Verurteilung werden, wenn sie Menschen fernhalten, die eindeutig Besucher und keine Störenfriede sind.

Eine Samariterin, die Jesus am Brunnen traf, wurde ebenso verurteilt. Die Juden hatten mit Samaritern nichts zu tun. Als Jesus sie um etwas zu trinken bat, sagte sie: „Du bist doch ein Jude! Wieso bittest du mich um Wasser? Schließlich bin ich eine samaritische Frau!“ (Johannes 4,9). Als sie Jesus ihr Herz ausschüttete, führte sie eine Unterhaltung mit ihm, die sie und ihre Nachbarn für immer veränderte (V.39-42). Jesus wurde zu der Brücke, die die Mauer der Verurteilung und Trennung zerbrach.

Es fällt uns leicht, andere zu beurteilen und Mauern zu bauen, um bestimmte Menschen aus unserem Leben fernzuhalten. Doch so, wie Jesus es uns vorgemacht hat, können auch wir versuchen, alle Menschen zu erreichen, ganz egal woher sie kommen oder was sie getan haben. Er kam, um Brücken zu bauen – nicht Mauern.

So kannst du beten:

Vater, hilf mir, die Menschen mit deinen Augen zu sehen, damit ich sie so behandle, wie du es tust.

Jesus reißt unsere Mauern nieder, damit wir stattdessen Brücken bauen können.

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