Lieder, die aus der Not heraus entstehen

Lies: Psalm 31,10-21

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Was das allerwichtigste beim Songschreiben ist, erklärte mir ein Gitarrist mal so: „Wenn du nicht gerade sowieso in deinem Innern oder in deinem Umfeld mit etwas zu kämpfen hast, musst du einen Kampf erfinden.“

Die Lieder, die unsere tiefsten Gefühle beschreiben, sind oftmals die aussagekräftigsten. Viele der Psalmen – auch als Liederbuch der Bibel bezeichnet – wurden in Zeiten der Not geschrieben. Sie spiegeln unsere Enttäuschungen und Ängste wider und dennoch lenken sie unseren Blick immer wieder auf Gottes nie endende Liebe.

In Psalm 31 schrieb David: „Erbarme dich über mich, HERR, denn ich weiß weder aus noch ein! Meine Augen sind vom Weinen ganz verquollen, ich bin mit meiner Kraft am Ende.“ (V. 10) Er spricht von einer Schlinge, die ihm heimlich gelegt wurde (V. 5), von seiner eigenen Schuld (V. 11), von Freunden, die ihn verlassen haben (V. 12-13) und von Anschlägen auf sein Leben (V. 14).

Doch David verließ sich nicht auf seine eigene Kraft, sondern auf Gott. „Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest! Was die Zeit auch bringen mag, es liegt in deiner Hand. Rette mich vor meinen Feinden und Verfolgern!“ (V. 15-16)

Die Psalmen zeigen uns, dass wir Gott alles sagen können, was uns verärgert und erschreckt. Nichts ist zu groß für ihn! Und wir haben sein Versprechen, dass er seine Güte für diejenigen bereithält, die ihm vertrauen (V. 20).

Denk darüber nach:

Wenn du etwas vor Gott bringen möchtest, aber nicht die richtigen Worte dafür findest, dann lass doch einfach die Psalmen sprechen.

Gott verlangt nicht, dass wir geschwollene große Reden schwingen; er will dass wir authentisch sind.

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