Von Bruder zu Bruder

Lies: 1. Mose 33,1-11

Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! (Johannes 13,34)

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Es ist ganz normal, dass man sich als Brüder streitet, stimmt’s? Mein Bruder und ich haben uns als Kinder andauernd gestritten! Unsere Geschichte hätte, mit dem Untertitel „Die Geschichte der streitenden Brüder“, eigentlich ganz gut ins erste Buch Mose gepasst. Kain und Abel (1. Mose 4), Isaak und Ismael (1. Mose 21,8-10); Joseph und alle, die nicht Benjamin hießen (1. Mose 37). Auf dem ersten Platz stehen aber wohl Jakob und Esau.

Esaus Zwillingsbruder Jakob hatte ihn zweimal betrogen, deshalb wollte er Jakob umbringen (27,41). Jahre später versöhnten sie sich wieder (1. Mose 33). Doch die Rivalitäten gingen bei ihren Kindern und in den beiden Nationen, Edom und Israel, die aus ihnen entstanden, weiter. Als sich die Israeliten auf den Einzug ins Gelobte Land vorbereiteten, traten ihnen die Edomiter mit Drohungen und einer Armee entgegen (4. Mose 14-21). Sehr viel später, als die Bewohner von Jerusalem vor den Feinden flohen, ermordete Edom die Flüchtlinge (Obadja 1,10-14).

Erfreulicherweise enthält die Bibel nicht nur traurigen Erzählungen von gebrochenen Menschen, sondern auch die Geschichte von Gottes Rettung. Jesus krempelte alles um, als er seinen Jüngern sagte: „Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander!“ (Johannes 13,34). Was das bedeutet, machte er uns dann deutlich, als er für uns starb.

Mein Bruder und ich stehen uns heute sehr nahe. So ist das nämlich mit Gott. Wenn wir die Vergebung, die er uns anbietet, annehmen, kann er uns dabei helfen, dass Liebe und Freundlichkeit in allen unseren Beziehungen zu sehen ist.

So kannst du beten:

Vater, verändere bitte meine schwierigen Beziehungen mit deiner heilsamen Liebe.

Streit mit anderen ist menschlich, Gottes Liebe ist übermenschlich.

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