Mitgefühl

Lies: Kolosser 3,12-17

Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld. (V.12)

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Mit sechs Freunden ging ich auf ein komplett ausgebuchtes Konzert. Weil wir zusammensitzen wollten, versuchten wir uns in eine Reihe zu quetschen. Doch währenddessen drängte sich eine Frau zwischen uns. Mein Freund erklärte ihr, dass wir gerne zusammenbleiben würden, doch die Frau erwiderte ein kurzes „So ein Pech!“, während sie und ihre zwei Freunde sich weiter durch die Reihe drängten.

Als wir nun zu dritt eine Reihe hinter den anderen vier saßen, bemerkte mein Freund, dass die Frau eine Erwachsene bei sich hatte, die besondere Bedürfnisse zu haben schien. Sie hatte versucht, ihre kleine Gruppe zusammenzuhalten, damit sie sich um sie kümmern konnte. Plötzlich verschwand unser Frust.

Mein Freund sagte: „Stell dir mal vor, wie schwer das in so einem Gedränge für sie sein muss.“ Ja, die Frau war vielleicht unhöflich zu uns, doch als wir ihre Situation begriffen hatten, konnten wir Mitgefühl anstelle von Wut aufbringen.

Wohin wir auch gehen, wir werden Menschen treffen, die unsere Freundlichkeit und Liebe brauchen, auch wenn sie unhöflich wirken. Vielleicht helfen uns diese Worte von Paulus: „Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld“ (Kolosser 3,12). Er fordert uns auch auf: „Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig“ (V.13). Mitgefühl, oder aufrichtiges Interesse am anderen, sollte unser Lebensweise als Gottes Kinder sein.

Wenn wir diese Art von Verständnis und Freundlichkeit ausleben, werden wir Jesus den Menschen bekannt machen, die wir treffen.

Mitgefühl heißt Liebe und Interesse zu zeigen – auch den Menschen, die uns nerven.

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