Immer ein offenes Ohr

Lies: Nehemia 2,1-9

Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen. (Psalm 145,18)

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Mein Vater war kein Mann vieler Worte. Er hatte Hörgeräte. Eines Nachmittags, als meine Mutter und ich ziemlich lange miteinander plauderten, meinte er scherzhaft: „Immer wenn ich Ruhe und Frieden will, brauche ich nur so zu machen.“ Mit diesen Worten stellte er beide Hörgeräte aus, faltete die Hände hinter dem Kopf und schloss seine Augen mit einem zufriedenen Lächeln. Wir mussten lachen. Für ihn war das Gespräch beendet!

Was mein Vater an diesem Tag gemacht hat, erinnert mich daran, dass Gott ganz anders ist als wir. Er möchte immer von seinen Kindern hören. Das zeigt uns eines der kürzesten Gebete in der Bibel. Eines Tages war Nehemia, ein Diener des Königs Artaxerxes von Persien, sichtbar niedergeschlagen, als er vor den König trat. Er hatte Angst, als der König nach dem Grund seiner schlechten Laune fragte, sagte Nehemia, dass er traurig war, weil seine Heimatstadt Jerusalem in Trümmern lag. Da fragte mich der König: »Worum bittest du?» Ich flehte zum Gott des Himmels, dann sagte ich: »Mein König! … Ich möchte sie wieder aufbauen.» (Nehemia 2,4-5, Hervorhebung zugefügt)

Nehemias Gebet dauerte nur einen kurzen Moment, aber Gott erhörte es. Artaxerxes gab Nehemia, wonach er gefragt hatte, und erlaubte ihm, die Stadt wieder aufzubauen. Ist es nicht unheimlich beruhigend zu wissen, dass Gott so viel Interesse an uns hat, dass er alle unsere Gebete hört – vom aller kürzesten bis zum längsten?

Denk darüber nach:

Wann nimmst du dir Zeit mit Gott zu reden? Was hindert dich daran, auch mal tagsüber spontane Stoßgebete zu sprechen?

Gott hört auch das kürzeste Gebet.

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